Wortgewaltige Stimmen gegen die Hetzkampagne eines Millionenkonzerns, Rubrum: Nettigkeiten unter Nachbarn (8)
Geschrieben am 14 November 2011 von Verfaulte Geschichten in «Konspiration, Medien, Politik, Sport, Widerstand»
In diesen finsteren Zeiten für rechtsstaatliche Erungenschaften wie die Unschuldsvermutung, ist es vor allen anderen eine Stimme, die uns daran erinnert, dass es im Journalismus nicht darum gehen darf, das Gesetz in die eigene Hand zu nehmen. Wenn sich tragische Unfälle wie jener in Rom ereignen, ist es gegenwärtig nämlich nicht damit getan, dass der junge Mann von den italienischen Behörden für seinen Gesetzesverstoss belangt werden wird – der Blick-Reporter macht sich öffentlich über ihn lustig und belästigt sein Umfeld. «Alles für die Auflage, auch Hetzkampagnen und Pranger», schreibt Daniel Ryser auf Nation Of Swine und kündigt an: «Ich kaufe nie mehr den ‹Blick›.»
In der Zwischenzeit hat er Verbündete gefunden. Peer Teuwsen sagte ihm im Interview: «Dieses Vorgehen ist ein Skandal». Und Blogger Philippe Wampfler reichte Beschwerde beim Presserat ein. Eine Chronologie der Ereignisse der letzten Tage liefert Feldstechers Blog.
Noch keine Antworten. Schreib was!