Geld

Es war einmal … die Fass-Beiz-Genossenschaft

Es war einmal … die Fass-Beiz-Genossenschaft

Ich liege im Innenhof, kotze und weine bittere Tränen. Es muss sich irgendwann Mitte der Neunzigerjahre zugetragen haben und ist meine erste Erinnerung an die Fass-Beiz. Eine halbe Stunde zuvor habe ich am Punkkonzert im Fass-Keller an einem Riesenjoint gezogen und es gerade noch die Wendeltreppe rauf geschafft, bevor ich den Pflastersteinbelag und wohl auch ein paar Leute vollgereiert habe. Was mussten die Beizengäste, die mir durch die Pano­ramafenster beim Kotzen zuschauen durften, wohl gedacht…

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Fassbeiz, weshalb, warum?

Wie bloss konnte es so weit kommen? Das frage ich mich, seit ich weiss, dass der Genossenschaftsbetrieb in der Fassbeiz endgültig aufgegeben wird. Ich erfuhr bereits vor Wochen davon, weil ich mit Leuten sprach, die dort arbeiten. Und ich werde nicht der einzige gewesen sein, der mit ihnen ins Gespräch kam, denn sie waren traurig und verzweifelt. Als später auch öffentlich bekannt gegeben wurde, dass die Genossenschaftsbeiz am Ende ist und ein Pächter gesucht wird,…

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«Es gibt noch verdammt viel zu tun»

Familie, Lohnarbeit, Politik – Seit sie im vergangenen Herbst für die AL ins Stadtparlament gewählt wurde, arbeitet Bea Will (34) gefühlte hundertfünfzig Prozent. Die vielbeschäftigte Frau fand dennoch die Zeit, eine Stellungnahme zum Familienartikel zu verfassen: Die Parolen sind gefasst, die meisten haben sich – wie meine Wenigkeit – schon auf die Volksabstimmung vom 3. März vorbereitet oder ihre Stimmen bereits abgegeben. Ich stehe bei diesem Urnengang hinter allen Empfehlungen der Alternativen Liste, deren Pressemitteilung…

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Back For Good: Tom Krailing reitet wieder! – Teil 1

Back For Good: Tom Krailing reitet wieder! – Teil 1

Ich treffe mich mit Tom Krailing an dem Ort, wo die Fotos zum Debüt seiner neuen Formation Cosmo Alley entstanden und ein Hut zum Ufo wurde: im Hotel Parkvilla. Es gibt einiges zu besprechen. «Der Schaffhauser Karl May», wie ihn ein DRS3-Moderator einst genannt hat, weil sich der Schaffhauser Singer/Songwriter so souverän im Americana-Format auszudrücken pflegt, ohne je in den Staaten gewesen zu sein, hat nach gut 10-jähriger Funkstille ein neues Album am Start. Am…

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Audienz beim Kaiser (1/2)

Audienz beim Kaiser (1/2)

Die Haare sind ihm lange vor dem dreissigsten Geburtstag ausgefallen und wer seinen Terminplaner konsultiert, ist geneigt anzunehmen, dass dies nicht nur seinen Erbanlagen geschuldet ist: heute Poetry Slam in Augsburg, morgen in Bayreuth, übermorgen in Nürnberg, überübermorgen in Jena. Renato Kaiser (27) aus Goldach (SG) lässt auch noch acht Jahre nach seinem Debüt nur selten einen Dichterwettstreit aus. Obwohl er auch anders könnte. Einen Gang runter schalten, oder zwei. Denn der Spoken-Word-Poet verdient mit…

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Die verborgene Fete

Die verborgene Fete

Sie besetzten über den Sommer 1993 ein Haus in der Neustadt und weder Polizei noch Presse bekamen davon Wind, weil ihnen Kunst, Musik und Bier wichtiger waren als Politik. Die dritte und vorerst letzte Schaffhauser Squat-Story – auch sie veröffentlichen wir hier in voller Länge, weil in der grossen Reportage für den nächsten «Lappi» nur Auszüge daraus Platz haben werden – erzählt uns Sämi Hartmann (38): Ich bin Anfang der Neunziger immer zusammen mit Lugi, Lasse und…

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«Haben besetzt! Wollen verhandeln!»

«Haben besetzt! Wollen verhandeln!»

Sie spielten bei den Nevertscheks, den Smelly Gambas oder Tombestoned und besetzten im Frühjahr 1990 ein dreistöckiges Haus an der Fulachstrasse 18, um sich bezahlbaren Wohnraum für ihren Traum von einer grossen Wohngemeinschaft zu erstreiten. Wie sie das bewerkstelligten und was sie damit erreichten, erzählt Manu Bührer (50) – im zweiten Teil unserer kleinen Oral-Squat-History-Reihe: Ich wohnte damals zusammen mit Manfi an der Vorstadt in einer WG. Wir hatten ständig ein grosses Geläuf, viele Leute…

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Wo-Wo-Wonigä!

Wo-Wo-Wonigä!

Schaffhausen sei auf dem Weg in die Zukunft, stellten die Autoren des «Visionen für Schaffhausen»-Schlussberichts im März 2009 fest – und wer hätte ihnen widersprechen wollen? So war das gewesen, immerdar, und so würde es immer bleiben. Zumindest bis der grosse Meteorit dereinst alles Leben, das solche Gemeinplätze zu formulieren im Stande ist, auslöschen oder endlich jemand dieses Zeitdings erfinden täte. Aber die Frage war ja schon damals nicht ob, sondern wie der Sonne entgegen geritten…

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Sechzehn wunderbare Jahre

Sechzehn wunderbare Jahre

Als Stadtpräsident Thomas Feurer an einem Montagabend Anfang Dezember 2012 als Kulturreferent verabschiedet wurde, gab es Geschenke und Danksagungen zuhauf, und das brachte selbst einen homo culturalis wie ihn an den Rand der Rührung. Denn schliesslich war das nicht irgendeine Verabschiedung. Es waren die Kulturschaffenden selber, die den grossen Schutzheiligen der Stadtschaffhauser Kultur nach sechzehn Jahren verabschiedeten. Die Verabschiedung fand in den Räumen des Vereins bildender Künstler (Vebikus) statt. An den Wänden prangten Nadja Kirschgartens…

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The struggle continues – «Aaa-U!»

The struggle continues – «Aaa-U!»

Diesen Sommer haben sich ein paar Schaffhauser Gartenbauer der Unia angeschlossen und kämpfen seither für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne. Die Bevölkerung informierten sie erstmals Ende September darüber, was auf dem Gartenbau alles im Argen liegt und was sie ändern wollen – mit einer Aktion, die ihnen viel Sympathie eingebrachte: Man konnte Minigolf spielen oder seine kranke Pflanze vorbeibringen und sich von den Profis beraten lassen. Vorletzte Woche richteten sie sich dann an ihre Chefs.…

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