Posts Tagged ‘ Andi Kunz ’

Stell dir vor, es ist kein Krieg, aber jeder muss hin

Als wir uns an einem regnerischen Sonntagnachmittag in der Stadt treffen, weiss ich von meinem Gesprächspartner nur vier Dinge: Er war Soldat in Eritrea, desertierte und schaffte es irgendwie in die Schweiz, wo er als Flüchtling anerkannt wurde. Vermittelt wurde mir der Mann von Andi Kunz, der den Anfang unserer kleinen Serie gegen die mittels Dringlichkeitsbeschluss durchgepeitschte Asylgesetzrevision machte. Mein Gesprächspartner hat sich die Vorsicht antrainiert: Er möchte keine Zuhörer haben, weshalb wir uns schliesslich…

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Hier das praktisch grenzenlose Kapital, dort der ohnmächtige Moralist

Hier das praktisch grenzenlose Kapital, dort der ohnmächtige Moralist

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, als sich Christoph Schmutz und Andi Kunz weisse Gewändli überzogen und mit ein paar Kübeln weisser Farbe und Farbrollern aufmachten, die «Masseneinwanderung stoppen!»-Plakate der SVP zu übermalen. Die beiden «Weissmaler» standen öffentlich zu ihrer Aktion, schliesslich wollten sie damit eine Debatte über die Fremdenhetze und das Wahlkampfportemonnaie der SVP auslösen, und wurden Anfang 2012 dafür zur Kasse gebeten. So weit, so bekannt. Dass der Strafbefehl der Schaffhauser…

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Schmutz & Kunz – das Poem zur Preisverleihung!

Nachdem wir ihnen den «Adam & Eva» 2011 überreicht hatten, verlieh kürzlich auch die Migrationskonferenz der Gewerkschaft Unia den Weissmalern Schmutz & Kunz einen Preis für Zivilcourage. Die SN wetterte (kostenpflichtig), wie schon im Herbst. Passend zur Preisverleihung und um die brisanten Ereignisse zu einem würdevollen Ende zu bringen, verdichtete unser Hauspoet Gemini Grille die Geschichte der Weissmaler nun zu einem Epos in 15 Versen: Sie zogen aus mit weisser Farbe, bewaffnet wie die Schweizergarde,…

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Yalla! Yalla! Frühlingsputz gegen die Paranoia

Yalla! Yalla! Frühlingsputz gegen die Paranoia

Was machen eigentlich all die Asylanten, die sich hier nicht in gestohlenen Autos wilde Verfolgungsjagden mit der Polizei liefern, bevor sie Kantonalbankfilialen rammen und dann auch noch türmen? Für einen Report gegen die von Schlagzeilen genährte und am Stammtisch oder in Stammtischkolumnen ausgekotzte Überfremdungsangst, habe ich mich am Mittwoch letzter Woche für einen Arbeitseinsatz beim Beschäftigungsprogramm für Asylsuchende des kantonalen Sozialamts angemeldet.

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Neujahrskarten von der Redaktion (6)

Neujahrskarten von der Redaktion (6)

Weissmaler Schmutz & Kunz! Ihr habt sicherlich einen Nerv der Zeit getroffen, als ihr im August die Stiefel der SVP übermalt habt, denn viele Menschen fühlten sich bereits erdrückt durch deren flächendeckende Plakatpropaganda. Aber erstens mussten erst zwei auf die Idee kommen und zweitens brauchte es trotzdem eine gehörige Portion Mut, die Aktion am helllichten Tag durchzuführen und sich, in eurer Position, dafür in aller Öffentlichkeit verantwortlich zu zeigen. Ihr habt wahrlich «Eier – grosse…

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Wahlkampf 2011: Schmutz & Kunz re-reloaded

Wahlkampf 2011: Schmutz & Kunz re-reloaded

Der Bürgerprint schrie erst: «Vandalismus!» Dann deuteten seine Kommentatoren Blanck, Hotz, Neininger und Aellig die Aktion als Beschneidung der Meinungsfreiheit. Die zahlreichen Solidaritätsbekundungen für Schmutz & Kunz (aber auch die Kritik) sprachen eine andere Sprache: Indem sie die Plakate der SVP bei helllichtem Tag mit weisser Farbe übermalten und dafür gerade standen, lösten sie eine Debatte über die Panikmache vor allem Fremden und die Macht des Geldes im Wahlkampf überhaupt erst aus. Wir wählen «steil…

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Alain Illi (jfsh), alte Propagandaschleuder!

Für den Nationalratswahlkampf von Beni Schilling und dir, musstet ihr sehr wahrscheinlich euer Jöö-Maskottchen Sparschwein «Schilli» schlachten und die Wahlplakate noch eigenhändig kleistern und über den Kanton verteilen. Dein Ärger über die jüngste Zerstörungswelle ist also verständlich, im Gegensatz zur SVP habt ihr «Jungweichsinnigen» (frei nach Christoph «bleached teeth» Blocher) keine Abermillionen auf dem Konto. Nicht, dass du uns falsch verstehst, wir mögen Ideen, die wenig kosten, und wir mögen Polemik. Dass du nun aber…

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Meinungsfreiheit, bitch!

Prelude Ich liebe die Meinungsfreiheit. Es ist eine heissblütige Liebe und, obwohl es die Grande Dame mit allen treibt: Männern wie Frauen, ungeachtet der Dicke des Geldbeutels, wie auch immer sie das gesellschaftlich Beobachtbare interpretieren mögen, es ist eine Liebe ohne Anfälle von Eifersucht. Ich teile sie gerne. Es ist eine hingebungsvolle Liebe. Je weniger sie von mir fordert, desto stärker drängt es mich, ihre runzlige Klitoris zu massieren. Sie erfüllt mich mit Demut: Während…

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Yes, we can. Unser Blick muss aber immer auch in die Vergangenheit gerichtet sein: Kunz & Schmutz reloaded +++ Mr. T gewinnt Härtefall-Lotterie +++ Level-4-Ausschaffungen +++ Zweimal linkes Ultrawesen

Die APG hat einen Strafantrag gestellt, nicht die SVP. Das wissen wir seit Montag. Die Solidaritätsaktion für die beiden «Plakatschmierer» (Robin Blanck) läuft indes weiter. Am nächsten Mittwoch erscheint ein ganzseitiges Inserat mit ihrem Bekennerschreiben im Intelligenzblatt, am Tag darauf in der schaffhauser az. Aberhunderte unterstützen die Aktion mit ihrem guten Namen und sowohl auf der FB-Seite wie auch in der SN-Leserbriefsparte entbrannte eine Debatte über die millionenschwere Kampagne der SVP bzw. über Stimmungsmache pur…

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Ausserhalb der Denkordnung

Eine Form «näherer Betrachtung» hätte es sein sollen, als Robin Blanck die Adbusting-Aktion von Kunz & Schmutz auf SN-Seite 3 kommentierte. Bei genauerem Durchlesen wird klar, dass ihm grundlegende Voraussetzungen dafür fehlen.

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