Posts Tagged ‘ Winterthur ’

«Saiten wird schärfer, schlanker, schöner»

Das Ostschweizer Kulturmagazin «Saiten» wagt den Relaunch. Ab April erscheint es im neuen Gewand und mit neuen Inhalten. Gefeiert wird am 26. März in der Grabenhalle. Wir Schaffhauser Kolumnist/innen hoffen, dass Schnaps bereit steht und die Musikanlage bis zum Anschlag aufgedreht ist. Denn der Neustart des Magazins bedeutet für uns Freude und Leid zugleich, und diesen Klassiker unter den emotionalen Widersprüchen löst man – der Balkanerer macht es vor – am besten mit Klarem und lauter Musik auf. Wehmütig werden wir feiern, weil der «Saiten»-Relaunch Konsequenzen hat für die plusminus 3’500 Zeichen über Schaffhauser…

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Unterwegs in Sachen Demokratie mit dem Winterthurer Theater Menschenschau

Unterwegs in Sachen Demokratie mit dem Winterthurer Theater Menschenschau

Sonntagnachmittag um halbvier in Winterthur. Es regnet in Strömen und die gut dreissig Leute, die sich am Neumarkt versammelt haben, sind dafür gerüstet. Im Gegensatz zu mir tragen sie Gummistiefel, Regenkleider oder wenigstens einen Schirm. Wir stehen hier draussen vor dem abgebrannten Haus neben dem Kino Kiwi im Regen, weil das Theater Menschenschau zum dritten und letzten Mal seine diesjährige Produktion «Demokratie – ein theatralischer Stadtrundgang» aufführt. Merke: «Demokratie – findet bei jedem Wetter statt!!» (Flugblatt). Zwei Theatermenschen streifen durchs Publikum, kleben allen Anwesenden einen Bändel ums Handgelenk und drücken der einen oder dem…

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Projects, Vibes, Love mit Philipp Labhart feat. Black Cracker

Projects, Vibes, Love mit Philipp Labhart feat. Black Cracker

Philipp «Mr. Projects» Labhart bekam seinen Necknamen, als er noch bei Plenty Enuff die Trompete blies (die zahlreichen anderen Band-, DJ- und Veranstaltungsprojekte des crazy Steckborners machten die Terminplanung extra knifflig). Und sein Gesamtkatalog ist seit Mitte der Nullerjahre nicht umfangärmer geworden: Das Pullup Orchestra, Marieel und Laquartett (die Backingband eines Jazz-HipHop-Freestyle-Projekts feat. wechselnde Gastrapper im Frauenfelder Kaff) kamen dazu. Und als sich Plenty Enuff 2009 auflösten, machte Philipp bei der Nachfolgeband Min King weiter. Darum, wie um sein Alter Ego DJ Soulfill Franklin, gehts hier aber nur am Rand. Der Grund für unser…

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«O Thurgau, du Heimat, wie bist du so schön» feat. Mathi Frei (1)

«O Thurgau, du Heimat, wie bist du so schön» feat. Mathi Frei (1)

Der Titel dieses Artikels ist die erste Zeile der Hymne des Kantons, in dessen Hauptstadt Frauenfeld ich 1980 geboren wurde. In der Primarschule brachte man uns jedoch bei, dass wir Diessenhofener seien, keine Thurgauer (von Stadtammann Walter Sommer erzählte man sich, dass er das Thurgauer Wappen auf dem Autokennzeichen mit einem Diessenhofener Wappen überklebte, bis ihn der Regierungsrat unter Androhung einer Geldstrafe dazu aufforderte, diesen zur Schau gestellten Separatismus endlich zu lassen). Und spätestens ab der Oberstufe fuhr ich mit der Seelinie nach Schaffhausen, nicht nach Frauenfeld oder Kreuzlingen, denn Schaffhausen war das nächstgrössere…

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Das grosse Sterben, PS: Wer kommt zuerst, der grosse Investor oder der grosse Meteorit?

Odi: Wenn man die Umnutzung in Winterthur mit derjenigen in Schaffhausen vergleicht, wieso klappt es hier nicht? Lenz: Du darfst eines nicht ausser Acht lassen: Die Wirtschaftskrise in den Siebzigerjahren ist eine Krise der Industrie. Eigentlich baute man den Staat in dieser Krise zum Finanzplatz um. Der war zwar schon vor den Siebzigern da, aber nicht als zentrale Stütze. Die grosse Bedeutung, die der Finanzplatz heute für die Schweiz hat, ist ein junges Phänomen. Die Ursache war, dass man in den Siebzigern die Währungspolitik auf die Bedürfnisse der Banken ausrichtete und nicht auf jene…

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Damals im Raucherabteil: Schaffhausen – Winterthur, 1/2, einfach*

Mitte der Neunziger gab es in Schaffhausen fast keine Konzerte. Ich erinnere mich, wie ich mich mit fünfzehn ein halbes Jahr auf einen Auftritt der «Ashtrays» im «Jugendchäller» freute. Dort wurde kein Alkohol ausgeschenkt und die Band spielte mehr Kaff- als Punkrock. Das Konzert verpasste ich dann zusammen mit Nancy auf der Gasse. Die einzige einheimische Punkerin in meinem Alter wusste, wo man Bier besorgen muss. Wir kauften sechs Dosen «Fosters» in der «Kerze», bei Röfu, der dort heute noch trinkt, raucht und wirtschaftet. Das war alles, wofür mein Sackgeld reichte.

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Lara Stoll erhält den Thurgauer Kulturpreis 2011 – ein kurzes Gespräch mit der Ostschweizerin über das Leben in Winterthur, ihr Filmstudium und die Würdigung durch Fremde aus der alten Heimat

Sie steht erst seit 2005 auf den Brettern, die die Welt bedeuten, und doch muss man Lara Stoll nur noch wenigen vorstellen. Diesen Mittwoch wird die Slampoetin/Kabarettistin mit den abgefahrenen Texten nun von ihrem Heimatkanton gewürdigt. Die Kulturkommission des Kantons Thurgau schlug sie für den Thurgauer Kulturpreis 2011 vor, der Regierungsrat schlug ein. Ich traf mich mit ihr am vergangenen Samstag im Insieme, einem lieblich-kleinen Caffé für Familien feat. randalierende Kinder in Winterthur, der Stadt, in der sie seit geraumer Zeit lebt. Bevor ich auf den Recordknopf drückte, erzählte mir Lara, sie sei am…

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